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BBS-Haste: Stark für die Zukunft!
Jetzt stellt sich für viele Jugendliche und deren Eltern die Frage, welche Möglichkeiten es nach dem Besuch der allgemein bildenden Schule gibt. Die Berufsbildenden Schulen des Landkreises Osnabrück in Osnabrück-Haste bieten ein vielfältiges Angebot.
„Das Ziel unserer pädagogischen Arbeit ist, unsere Schülerinnen und Schüler dabei zu unterstützen, den von ihnen angestrebten Abschluss zu erreichen, um ihnen einen erfolgreichen Start in das Berufs- und Erwachsenenleben zu ermöglichen,“ erklärt Schulleiter Peter Befeldt.
Die BBS Haste führen 19 Schulformen mit unterschiedlichen Eingangsvoraussetzungen und Abschlüssen. Sie reichen neben den vermittelten beruflichen Abschlüssen vom Hauptschulabschluss im Berufsvorbereitungsjahr bis zum Abitur im Beruflichen Gymnasium. Über 80 Lehrerinnen und Lehrer unterrichten mit sehr großem Engagement über 1000 Schülerinnen und Schüler.
Die BBS Haste sind Regionales Kompetenzzentrum für Humandienstleistungen von der Produktion gesunder Nahrungsmittel in der Landwirtschaft, deren Verarbeitung zu gesunden Speisen in der Hauswirtschaft, Ausbildung in Pflege und Sozialpädagogik, Vorbereitung auf Gesundheits- Heil- und Pflegeberufe bis zur Wohnumfeldgestaltung in Floristik und Gartenbau. Die Vermittlung von Lebensführungskompetenz ist dabei zentraler Punkt im Leitbild der Schule.
Nähre Informationen gibt es im Internet unter www.bbs-haste.de, Anmeldungen sind bis zum 28.02.2013 über www.schueleranmeldung.de möglich.
Hauswirtschaftlicher Berufswettbewerb in Haste
Hauswirtschaft schafft Lebensqualität
– für Dich, für mich, für alle
Hauswirtschaft wird bei den Berufsbildenden Schulen des Landkreises Osnabrück in Osnabrück-Haste großgeschrieben. Die Schule verfügt für die hauswirtschaftliche Ausbildung über 5 Lehrküchen sowie eine Großküche in der hauseigenen Cafeteria, die die Schülerinnen im Rahmen ihres fachpraktischen Unterrichtes führen.
Hauswirtschaft ist ein enorm vielfältiger Ausbildungsberuf und qualifiziert für sehr unterschiedliche Arbeitsfelder, z.B. in Altenheimen und Kindergärten, Hotels und Krankenhäusern.
Wer sich nach einer hauswirtschaftlichen Berufsausbildung zur hauswirtschaftlichen Betriebsleiterin qualifizieren möchte, kann in Haste die Fachschule besuchen. Weil die BBS Haste so gut ausgestattet ist und die Lehrkräfte in Berufswettbewerben große Erfahrung gesammelt haben, fand hier 2011 der Bundesentscheid des hauswirtschaftlichen Berufswettbewerbs und 2008 der Landesentscheid statt. Am 09.02.2012, war in der BBS Haste der Erstentscheid des hauswirtschaftlichen Berufswettbewerbs.
Das Motto des Wettbewerbs: „Hauswirtschaft schafft Lebensqualität – für Dich, für mich, für alle“.
Träger des Wettbewerbs sind der Verband der hauswirtschaftlichen Führungskräfte und die Landwirtschaftskammer Niedersachsen. Die 30 Teilnehmer/-innen sind die Auszubildenden in der Hauswirtschaft. Sie müssen drei praktische Aufgaben absolvieren und fachtheoretische Fragen beantworten.
Die Siegerinnen der Erstentscheide nehmen am Landesentscheid teil, der am 19. und 20. April 2012 in der BBS 3 in Stade durchgeführt wird. Siegerinnen dieses Landesentscheids vertreten das Land Niedersachsen auf dem Bundesleistungswettbewerb der Hauswirtschaft 2013.
In Haste gab es in diesem Jahr auch einen Sieger, denn Hauswirtschaft ist längst nicht mehr ein reiner Frauenberuf. Tony Geffe belegte im Ersten Ausbildungsjahr den ersten Platz, Irina Modinov den zweiten.
Die Siegerinnen in der Gruppe des 2. und 3. Ausbildungsjahres: 1. Elwira Hübert, 2. Evelin Peters, 3. Gesa Große-Endebrock. Die Schülerinnen der Fachschule unterstützten die Organisation und Durchführung des Berufswettbewerbes als Projekt im Rahmen ihres Unterrichts. Studiendirektorin Eva Arndt nahm in Anwesenheit Ursula Fleddermann als Vertreterin der Landwirtschaftkammer die Ehrungen vor.
Something to sink our teeth into
On Thursday, January 19, the “Berufliches Gymnasium” went to “Angelaschule” to watch the interacting theatre company. This company from Northern Ireland is an English improvisation theatre group. OH MY GOD, it was in English!! But everyone could understand.
First they reenact the film “Pulp Fiction” as an introduction for a one hour show. They mocked the Vampire trilogy “Twilight Saga” by saying that they could act it out in five minutes and WOW it was more entertaining than the original films!
They chose people out of the crowd to have a party on stage; we even had a beautiful and sexy Lady Gaga on stage. What an Honor!
It was so funny that Mrs. Meyer cried with laughter. All the other actors like a shadow, a horse or the director of a new spookier film showed so much talent that they could be on “Supertalent”!
All students on stage were nearly shameless and very spontaneous so the crowd was laughing all the time, a great experience!!
We can´t wait for the next show …
Thank you Carol for organizing it and great thanks to the main actors John and Mau and the producer Ed!
Great applause!
We demanded an encore!!!
Sina Elstro, Verena Renzenbrink, Duc Viet Vo Van and Ryan McGuckin
NOZ, Autor: Heike Dierks 12. Januar 2012
Weltweit im Einsatz, um Not zu lindern
Geschäftsführer der Hilfsorganisation Cap Anamur zu Gast in der BBS Haste
Osnabrück. Die Klasse 13 der Berufsbildenden Schulen (BBS) des Landkreises in Haste nimmt derzeit das Thema globale Solidarität durch. Dafür organisiert der Religionskurs immer wieder Telefonate mit Experten von Hilfsorganisationen, um die Theorie mit Beispielen aus der Praxis zu vertiefen. Als sich die Schüler bei Bernd Göken von Cap Anamur meldeten, wollten sie eigentlich einen Termin für einen solchen Anruf vereinbaren, der dann per Lautsprecher in den Unterricht geschaltet werden sollte. Doch der Geschäftsführer des Vereins Deutsche Notärzte bot an, die Klasse leibhaftig zu besuchen.
Gestern hat er nun die Abiturienten über das weltweite Engagement von Cap Anamur aufgeklärt und ihre vielen Fragen beantwortet. Der Krankenpfleger erzählte, wie seine Karriere bei den Notärzten mit einem Anruf begann und mit welchen Problemen die Engagierten in den Katastrophengebieten teilweise zu kämpfen haben. Besonders schwierig sei die Hilfsarbeit nach dem Erdbeben 2010 auf Haiti gewesen. „Das Land war bereits vorher korrupt. So kam es, dass wir einen Container voller Hilfsgüter wieder nach Hause geschickt haben. Es kann ja nicht sein, dass wir auch noch dafür bezahlen zu helfen.“
Wegen der schlechten Koordination und der vielen Hürden sei die Hilfsorganisation drei Monate nach der Katastrophe aus der medizinischen Versorgung ausgestiegen und habe sich auf den Bau von Schulen und Kliniken konzentriert, erläuterte Göken bei seiner Fotopräsentation in der BBS-Außenstelle am Limberg.
Ende 2011 hat Cap Anamur seine Arbeit in Haiti abgeschlossen. „Trotz der negativen Erfahrungen ist unsere Arbeit wichtig. In Haiti gab es etwas zu viel Hilfe für das kleine Land. Auch weil die Katastrophe so sehr im Fokus der Öffentlichkeit stand und nach dem Tsunami die Lager der Organisationen voll waren, ist jeder losgestürmt.“
Eine Schülerin wollte wissen, ob es sinnvoll sei, selbst Medikamente zu spenden. Als Antwort gab es ein klares Nein, denn die Fachleute erhalten die Mittel viel günstiger. „Man hilft mit Geld mehr als mit Sachspenden“, sagte Göken.
Und wie werden die Ärzte nach ihrer Rückkehr betreut? Der Gast berichtete, dass zwei Psychologen ihre Dienste anbieten. „Aber die meisten Helfer wollen das nicht.“ Die Arbeit im Ausland sei belastend. Auch er sehe gelegentlich Schreckensbilder vor seinem inneren Auge. „Doch wir versuchen dann, auf das Positive zu schauen.“
Die BBS Haste ist vom Jugendrotkreuz als „Humanitäre Schule“ ausgezeichnet worden. Humanitäres Engagement wird an der Schule vielseitig thematisiert und gelebt. „Wir wollen etwas anschieben, worüber die Schüler noch in einigen Jahren nachdenken“, sagte Lehrer Mathias Heidemann. Und das gelinge eher mit anschaulichen Inhalten als mit puren Texten.
Vielleicht kann auch Alexander Aumann einmal für Cap Anamur tätig werden, denn auch bei ihm begann alles mit einem Anruf.
Der 19-Jährige hatte den Kontakt zum Verein hergestellt. Er interessiert sich sehr für Hilfsorganisationen und möchte sich nach seinem Wirtschaftsrecht-Studium selbst mit einbringen. Der Schüler bot Göken schon mal an, sich später um seine steuerlichen Dinge zu kümmern.
Mit freundlicher Genehmigung der NOZ
Alle Rechte liegen bei der NOZ
Hilfe und Kritik
Vielfältiger Poetry-Slam
Der Poetry Slam, den die Schülerinnen und Schüler vor allem des Beruflichen Gymnasiums am jeweils letzten Schultag des Jahres nahezu in Eigenregie mit zahlreichen Aktivitäten und Schulband veranstalten, ist schon zu einer guten Tradition geworden. In diesem Jahr mussten u.a. Lehrinnen und Lehrer im Rollentausch ihre Kenntnisse in Betriebs- und Volkswirtschaftslehre, Biologie, Englisch sowie Pädagogik/Psychologie unter Beweis stellen.
Weihnachten wird nicht unterm Weihnachtsbaum entschieden
Weniger im Sinne des Weihnachtsfestes wird aber die aggressive Werbung von mediamarkt: „Weihnachten wird unterm Baum entschieden“ gesehen. Die Schülerinnen und Schüler des Abitur-Deutsch-Leistungskurses haben ihrer Empörung mit einer mail an mediamarkt Ausdruck verliehen. Sie verlasen die Mail im Rahmen des Poetry-Slam sowie ihre dazu verfassten Gedichte.
Hilfe für einen jungen Mann und Kritik an mediamarkt-Werbung
Die SV hatte im Rahmen einer Nikolausaktion am 6. Dezember einen Betrag von € 100 eingenommen, der als Spende für eine Delphintherapie eines hilfebedürftigen jungen Mannes übergeben wurde. Er ist 22 Jahre alt und nach einem Sauerstoffmangel während einer Leistenbruchoperation schwerstmehrfachbehindert. Die Delphintherapie des „Dolphin aid e.V.“ soll zur Linderung seines Leidens beitragen.
Hunteburg: Tiere retten mit der Wärmebildkamera
Kampf dem Mähtod
Wittlager Kreisblatt v. 13.12.2011
ws Hunteburg/ Schwagstorf. „Und – habt ihr den Mümmelmann gesehen?“ Die Frage von Heinfried Probst von der Freiwilligen Feuerwehr Venne konnte Miriam Schierbaum positiv beantworten: „Auf 15 Meter Entfernung war die Wahrnehmung am besten“, hieß es weiter. Mümmelmann, das war ein Kaninchen, welches half, mit der Wärmebildkamera im Dickicht eines noch nicht abgeernteten Feldes erkannt zu werden.
„Kampf dem Mähtod“, das war das Thema beim Wettbewerb „Jugend forscht“, die Koordination von verschiedenen Beteiligten klappte. So konnte Hermann Schröder von der Firma „Lücke-Schröder Landtechnik“ in seinem Betrieb in Hunteburg Miriam Schierbaum aus Voxtrup und Isabel Osing aus Hilter – zwei Schülerinnen der Fachoberschule Agrarwirtschaft der Berufsbildenden Schulen des Landkreises Osnabrück in Osnabrück-Haste – begrüßen. Sein Gruß galt auch Berufsschullehrer Friedrich Held, naturwissenschaftlicher Lehrer an den BBS aus Schwagstorf, Heinfried Probst und Rene Barkau von der Freiwilligen Feuerwehr Venne, die die dort vorhandene Wärmebildkamera mitgebracht hatten, Sebastian Weitzmann, der sich die Zeit genommen hatte, um als Schlepperfahrer dabei zu sein, und Nicklas Klöcker, der als Schüler bei der BBS aus Interesse am Thema gekommen war.
Bei wärmendem Kaffee wurde das Projekt besprochen und die Wärmebildkamera (Kostenpunkt im fünfstelligen Bereich) von Rene Barkau sehr anschaulich demonstriert. Seit mehr als zehn Jahren nehmen Schülerinnen und Schüler der Fachoberschule Agrarwirtschaft der BBS in Osnabrück-Haste unter der Regie von Friedrich Held regelmäßig und erfolgreich am Wettbewerb „Jugend forscht“ teil. Im Rahmen eines aktuellen „Jugend-forscht-Projektes“ wird die Möglichkeit untersucht, durch den Einsatz der Wärmebildkamera den Mähtod zu verhindern.
Dieses fachübergreifende Projekt hat zum Ziel, gerade im Frühjahr junge Tiere wie Rehkitze vor der Verstümmelung oder vor dem Mähtod zu schützen. Daneben soll dem Botulismus vorgebeugt werden, das heißt, dass es nicht mehr dazu kommen soll, dass nicht entdeckte Tierreste in der Silage zu Botulinumtoxin umgewandelt werden und bei der Fütterung an Nutztiere bei diesen tödliche Vergiftungen hervorrufen.
Was folgte, war der Versuch am Objekt, und das war eben der besagte „Mümmelmann“. Zum Feldversuch fuhren alle Beteiligten nach Schwagstorf, wo ein Landwirt die Genehmigung zur Nutzung erteilt hatte. Isabel Osing und Miriam Schierbaum brachten das von ihnen mitgebrachte Kaninchen in Stellung. Sebastian Weitzmann fuhr mit dem Schlepper auf und ab, mal zügig, dann langsam. Mit auf dem Fahrzeug waren Rene Barkau mit der hochsensiblen Kamera und Miriam Schierbaum, die das Bild verfolgte.
Wieder zurück im Betrieb Lücke-Schröder, folgte die Analyse. Rene Barkau stellte zum Umgang mit der Wärmebildkamera fest: „Der Nutzer muss das Bild lesen und es interpretieren können.“ Er berichtete weiter von Erfahrungen mit dem Gerät bei Feuerwehreinsätzen. Dank des Einsatzes der Kamera konnten Wasserschäden deutlich verringert werden. Ein ganz wichtiger Faktor sei der Kameradenschutz – im Zusammenhang mit dank der Kamera bemerkten Glutnestern. Barkau vermittelte fachkundig und überzeugt die positiven Erfahrungen mit dem hochtechnischen Gerät.
Friedrich Held: „Die Landwirtschaftstechnik beinhaltet die Motivation, Betriebe zu erhalten. Es bleibt der Zwiespalt zwischen größer werden und lebenswert bleiben. Der Faktor Zeit widerspricht oft dem Tierschutz. Die Maschinen werden immer größer, es muss immer mehr geschafft werden – bis zu 60 Hektar Mähleistung am Tag. Wo wird denn noch ein Feld vom Landwirt abgegangen, wo noch ein Jäger bestellt, der das Wild aufschrecken soll? Es geht hier neben dem Tierschutz besonders um die Vermeidung von Botulismus mit seinen schwerwiegenden Folgen.“
Hermann Schröder: „Das Wild hat bei den heutigen Schnittbreiten doch einen deutlich geringeren Fluchtweg. Dazu kommen die höheren Geschwindigkeiten der Schlepper mit dem Mähwerk. Bei der Größenordnung der Gerätschaften heute steht das Verhältnis der Investition der Wärmebildkamera, das heißt die Anbringung oder Integration am Schlepper und der Mähvorrichtung allerdings deutlich besser da als bei kleineren und leistungsschwächeren Gerätschaften.“
Auch Miriam Schierbaum berichtete von ihren Erfahrungen mit Botulismus und den schlimmen Folgen. Sie bezifferte darüber hinaus die Zahl der in einem Jahr in Deutschland dem Mähtod zum Opfer fallenden Tiere, wie Rehkitze, Rebhühner, Fasanen mit 500000. Und sie fügte hinzu, dass der erste Schnitt im Frühjahr der gefährlichste für die Tierwelt ist.
Isabel Osing und Miriam Schierbaum, die nach dem Besuch der BBS und der Erlangung der Fachhochschulreife ihren beruflichen Weg mit entsprechendem Studium weitergehen möchten, sehen als spätere Ziele sehr naturverbundene Berufe. Und sie hatten noch belegte Brötchen und Kaffee zur Stärkung mitgebracht – ein netter Zug.
Mit freundlicher Genehmigung der NOZ
Alle Rechte liegen bei der NOZ
Aktionstag der Berufsbildenden Schulen in Haste
Kennenlernen auch auf ungewöhnliche Weise
Osnabrück. Zu jedem neuen Schuljahr begrüßen die Berufsbildenden Schulen (BBS) Haste mehr als 600 neue Schüler. Je schneller die jungen Leute ihre Schule und die Mitschüler kennenlernen, umso besser. Deshalb gab es auch in diesem Jahr einen Aktionstag, der unter dem Titel „Bewegte Zukunft“ lief. Dabei spielte auch das Thema „Nachhaltigkeit“ eine wichtige Rolle.
Die BBS des Landkreises Osnabrück hätten sich bereits in Kooperation mit der Universität Lüneburg in dem Projekt „Bildungsinstitutionen und nachhaltiger Konsum“ (Bink) damit befasst, wie die Schule Ressourcen schonen könne, berichtete Lehrerin Eva-Maria Arndt, die den Aktionstag angeschoben hatte. So verfüge die Schule mittlerweile über Solarzellen und Wasserspender, dazu habe die Cafeteria einmal wöchentlich ihren Biotag.
Mit diesem Ansatz im Hinterkopf machten sich die jungen Leute zum Teil Klassen übergreifend daran, verschiedene Aktionen ins Leben zu rufen. Zum Beispiel die Schüler der Fachschule Hauswirtschaft: Sie beschäftigten sich gewissermaßen mit der Evolution der Waschmaschine – und präsentierten auch noch Waschbrett und Wäschestampfer. Ihre Zahlenbeispiele: Bei fünf Waschgängen wöchentlich hat sich der Wasserbrauch zwischen 1970 und 2010 um jährlich 21600 Liter verringert: Damit könnte man einen Swimmingpool der Maße vier mal vier mal 1,35 Meter füllen. Auch der Stromverbrauch der neuesten Maschinengeneration ist deutlich geringer, mit der Differenz könnte man fast 3000 Hemden bügeln, haben die Schüler festgestellt.
Ressourcenschonende Waschtechnik kann man leicht mit dem Begriff Zukunft in Verbindung bringen. Das zweite Titelwort, also „bewegt“, nahm die elfte Klasse des Beruflichen Gymnasiums mit dem Schwerpunkt Gesundheit/Pflege in den Blick. „Fit for life“ hieß ihr Angebot, bei dem die Mitschüler ihre Leistungsfähigkeit anhand von Fragebögen zu Themen wie Schlaf, Immunsystem oder Stress testen konnten. Ein Thema war auch die Ernährung: Wie sehen die Ess- und Trinkgewohnheiten aus, war hier die Frage.
Anhand der Auswertungsbögen konnten die Elftklässler ihren Mitschülern direkt Tipps geben, was sie verbessern können. Dazu hatten sie auch einen Geschmackstest vorbereitet: Hier probierten die jungen Leute Obst, Gemüse und Gewürze aus und stellten fest, dass gesunde Sachen sehr wohl gut schmecken.
Mit frdl. Genehmigung der NOZ
Berufsbildende Schulen Osnabrück-Haste
jetzt zum zweiten Mal als Umweltschule in Europa und International Eco-Schools zertifiziert
Zu Gast von 83 am Projekt teilnehmenden Schulen waren auch Vertreter der BBS Osnabrück-Haste in die Münchhausenscheune des Museumsdorfes Cloppenburg am 13.09.11 geladen. Als eine von 30 ausgezeichneten Schulen des Schulbezirks Osnabrück wurde sie für ihr Umwelt-Engagement geehrt. Auch für die Diskussion ihrer Umwelt-Themen mit den ausländischen Partnerschulen in Irland, Polen, Spanien und Norwegen wurde sie neben 9 weiteren Schulen zum zweiten Mal für Ihre Auslandskontakte zertifiziert.
In vielfältiger und motivierender Weise stellten Schüler und/oder Betreuer die Projekte ihrer Schulen im Vorraum der Scheune mit Plakaten oder Beamer dar. Ob Abfall, Mülltrennung, Wasser, gesunde Ernährung, Versuche zur Nährstoffoptimierung und –Verfügbarkeit bei Pflanzen, Tierschutz und –Beobachtungen, die Anlage von Schulgärten und/oder Biotopen, Grünbedachung, Schülerfirma oder Schulgenossenschaft, fachgerechte Kosmetik, Nachhaltigkeit und Konsum gab es fast kein Umwelt-Thema, das nicht in innovativer Form präsentiert wurde.
Im Vordergrund der BBS Haste standen für das Projekt der letzten beiden Jahre folgende Themen:
- Die Ausführung gartenbaulicher Projekte unter Einbeziehung ökologischer und ökonomischer Aspekte (z. B. Dachbegrünung) und
- Der Einfluss ausgewählter Wachstumsfaktoren auf ausgewählte Kulturpflanzen unter Berücksichtigung des Boden- und Klimaschutzes (z.B. Gülleunterfußdüngung zu Mais).
Ein großer Anteil an umweltbezogenen Projekten gehört an unserer Schule zum Alltagsgeschehen dazu:
So z.B.
- die nachhaltige Bewirtschaftung unserer Cafeteria durch eine Schülerfirma der BVJ-Klassen
- Mülltrennung
- zeit- und bewegungsgesteuerter Strom- und Lichtverbrauch<7li>
- Sammlung und Benutzung von Regenwasser als Brauchwasser
- Teilnahme mit Umweltthemen an Jugend forscht-Wettbewerben und am Bundesumweltwettbewerb
- Unterrichtsprojekte wie Klimaschutz, CO2-Ausstoß, Treibhauseffekt
- Integrierter und biologischer Pflanzenbau
- Projekttag Pflanzenschutz und Aktionstage
dürfen auch nicht fehlen meint Friedrich Held, Landwirtschaftslehrer und Betreuer des Projektes Umweltschule. Ebenso gehören: Gesund leben lernen, Humanitäre Schule, Einsparung von Energie- und Papierverbrauch auch in dieses Themenfeld, meint Hendrik Leewe, Lehrer für Fachpraxis und Mitbetreuer der Umweltschule.
Mit seinen Kolleginnen und Kollegen freut sich auch Schulleiter Peter Befeldt sehr über den gelungenen Erfolg.
Schüler aus Haste heben am Flugplatz Achmer ab
Von: NOZ, Bramscher Nachrichten
Achmer. Auf dem Flugplatz in Achmer verlebten am Freitag rund 25 Jugendliche aufregende Stunden. Die Schülerinnen und Schüler der Berufsbildenden Schulen Haste haben nämlich einen besonders engagierten Sportlehrer, der mehrmals im Jahr besondere Highlights für sie organisiert. Fast schon Tradition ist der jährliche Besuch bei den Fliegern vom „Osnabrücker Verein für Luftfahrt e.V.“ (OVfL).
Ausgestattet mit einem Fallschirm und einem erfahrenen Piloten an Bord, erlebten die 16- bis 20-Jährigen einen 15-minütigen Rundflug über Achmer, der ihnen bestimmt lange in Erinnerung bleiben wird.
Neele Dobrowolski gehörte mit ihren 16 Jahren nicht nur zu den jüngeren Teilnehmerinnen, sondern auch zu den mutigsten. „Ich war aufgeregt, klar“, erzählte sie nach ihrem Flug, „aber nicht aus Angst, sondern aus Vorfreude.“ Sie habe den Flug rundum genossen. „Der Pilot war sehr nett, er fragte, wie es mir geht, und hat mir alles erklärt.“ Er habe sie gefragt, ob sie Achterbahnfahren möge. „Beim Start fühle es sich nämlich so an, als ob man in der Achterbahn steil bergab fährt“, beschrieb Neele. Mit besonderen Aktionen in der Luft sei es dem Piloten gelungen, ihr ein Gefühl von Schwerelosigkeit zu geben. „Dann wieder fühlte ich mich plötzlich ganz schwer. Das Gefühl ist einfach unbeschreiblich“, berichtete sie anschließend ihren Mitschülern, die noch zögerten und auf ihren Start aufgeregt warteten.
Ob er sich freuen oder doch lieber kneifen sollte, wusste der 18-jährige Nico Schomecker bis dahin noch nicht so genau. „Ich weiß ja nicht, was mich da oben erwartet und was so ein Segelflugzeug so aushält“, meinte er mit einem Blick in den Himmel, an dem gerade ein paar seiner Mitschüler in drei Kunststoffflugzeugen ohne Propeller der Marke ASK 21 kreisten. Doch dann ging für Nico alles ganz schnell. Eine vierte Maschine wurde aus dem Hanger geholt – eine Kranich III – und dem Schüler war der erste Flug bestimmt.
„Ausgerechnet ein Oldtimer, hoffentlich geht das gut“, mag er beim Anlegen des Fallschirms gedacht haben. Dann ging es auch schon los. Mit etwa 120 Stundenkilometern zog die Winde die Maschine in einem 30-Grad-Winkel in die Luft. In 400 bis 500 Meter Höhe klinkte das Seil aus, und Nico konnte die geniale Aussicht genießen. So erzählte er es begeistert nach der glücklichen Landung. „Ich hatte beim Start Herzklopfen, und mir war auch ein bisschen übel“, beschrieb er sein Gefühl, „aber sobald wir in der Luft waren, war es einfach nur noch geil!“
Mitten in seiner Erzählung schrien die anderen Schüler plötzlich auf. Sie hatten den Start eines Mitschülers beobachtet, und dabei schien etwas schiefgegangen zu sein. „Das Seil ist nur gerissen, keine Panik“, beruhigte sie aber sogleich Michael Wohlberedt, Vereinsmitglied und Schatzmeister des OVfL. „Das passiert schon mal, aber unsere Piloten sind darauf trainiert, das hat keine weiteren Folgen. Der Pilot wird jetzt wieder landen, das Seil wird ersetzt, und dann kann wieder neu gestartet werden“, erklärte er. Und so unproblematisch, wie er es erklärte, war es auch. Am Ende konnten alle Jugendlichen zu Hause über einen tollen Tag berichten, der wohl noch lange in Erinnerung bleibt.
10.05.2011
Kubanischer Autor liest vor Schülern

- Lesung mit Lerneffekt: Leonardo Padura. Foto: Parton
Osnabrück. „Vielleicht kommt es Ihnen so vor wie eine Geschichte aus dem 16. Jahrhundert.“ Leonardo Padura spielt auf das Jahr 1972 an: Da gab es weder Computer noch Handy oder iPod. Es ist die Jugendzeit des kubanischen Kommissars Mario Conde, Paduras Helden aus mehreren seiner Kriminalromane. Am Dienstag machte der kubanische Schriftsteller einen Abstecher nach Osnabrück. Mit seinem Übersetzer Hans-Joachim Hartstein las Pandura in der Berufsbildenden Schule Osnabrück-Haste vor 150 Schülern der 11. und 12. Jahrgangsstufen Auszüge aus „Ein perfektes Leben“, dem „Winter“-Teil seines in Jahreszeiten aufgegliederten „Havanna-Quartetts“.
Die spanisch-deutsche Veranstaltung passte zum thematischen Schwerpunkt „Literarische Krimis“ der diesjährigen Spanisch-Abitur-Prüfung. Aber sie sollte auch den Spanisch-Unterricht lebendiger gestalten. Auf Anregung von Schulleiter Peter Befeldt kam der Kontakt zum Autor zustande.
So zieht es in „Ein perfektes Leben“ einen früheren Schulkameraden Mario Condes in eine politische Welt, die von Opportunismus bestimmt ist. Und auch wenn Leonardo Padura keine Bücher für Jugendliche schreibt und Literatur generell nicht als pädagogisches Mittel versteht – für seine spanisch-deutsche Lesung hat er Auszüge ausgewählt, die auch für junge Leute interessant sind.
Die pubertären Träume und Schwärmereien des Oberschülers Mario Conde für die Klassenkameradin Tamara, sein Einsatz für eine neu gegründete literarische Schülerzeitung – das alles sind emotional zeitlose Geschichten, in denen sich auch Jugendliche von heute wiederfinden können. Und so ermöglichte die Lesung neben dem sprachlichen Lerneffekt vielleicht auch eine literarische Begeisterung in Paduras Sinne. So hatte er es jedenfalls vor der Lesung ausgedrückt: „Wenn jemand nicht mit Leidenschaft lesen kann, kann er kein leidenschaftlicher Schriftsteller sein.“
Leonardo Padura: „Ein perfektes Leben“. DasHavanna-Quartett:„Winter“. Unionsverlag, 2010. 270 Seiten, 9,90 Euro.
Quelle: NOZ v. 11.5.211

- Friedrich Held: überrascht, hoch erfreut und stolz. Foto: privat
Bei Jugend-forscht engagiert
Schwagstorfer Friedrich Held als hervorragender Lehrer ausgezeichnet
Schwagstorf/Osnabrück-Haste. Die Berufsbildenden Schulen (BBS) in Osnabrück-Haste haben mit Friedrich Held aus Schwagstorf einen von der Karl-Heinz-Beckurts-Stiftung ausgezeichneten Lehrer in ihren Reihen. Die Karl-Heinz-Beckurts-Stiftung hat zwölf Lehrer für besondere Verdienste im naturwissenschaftlichen Unterricht im Rahmen eines Festaktes in München geehrt.
Friedrich Held wurde dafür ausgezeichnet, dass er sich als einer von wenigen Berufsschullehrern seit 15 Jahren immer wieder dafür starkgemacht hat, dass auch Berufsschulen vermehrt am Wettbewerb „Jugend forscht“ teilnehmen, obwohl dieses Terrain bis dahin vorwiegend Gymnasien vorbehalten war. Seitdem nimmt er mit zunehmender Unterstützung seiner Fachpraxiskollegen aus der Agrarwirtschaft und seiner Schüler erfolgreich am Wettbewerb teil. Die Schule ist dafür bereits mit dem „Jugend-forscht-Schulpreis 2010“ ausgezeichnet worden.
„Überrascht, hoch erfreut und stolz nehme ich diesen Preis entgegen, in der Hoffnung, allen Beteiligten etwas Enthusiasmus und Erfindergeist für die ,Jugend-forscht-Arbeit‘ mitgeben zu können“, so Friedrich Held. Neben Hermann von Helmholtz, dem berühmten Physiker, Mediziner und Physiologen des 19. Jahrhunderts, komme er sich zwar „fast wie ein Sandkorn im Universum“ vor, „dennoch glaube ich, dass gerade solche Festakte dazu beitragen, Mut und Kraft für die weitere Arbeit zu schöpfen“, so Held weiter.
Die Karl-Heinz-Beckurts-Stiftung wurde 1987 von der Hermann von Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren gegründet, um den Forscher und Manager Karl Heinz Beckurts, der 1986 einem Terroranschlag zum Opfer gefallen ist, zu ehren und das Andenken an ihn wach zu halten. Forschungseinrichtungen und Unternehmen der Wirtschaft brachten gemeinsam die Mittel für eine Stiftung auf, die sich vor allem die Förderung der Partnerschaft zwischen Wissenschaft und Wirtschaft zum Ziel gesetzt hat.
Neue Mülltrennung an der BBS-Haste
Schülerinnen und Schüler berichten
„Am Anfang des Schuljahres haben wir, die PA-1a, das Thema Mülltrennung bearbeitet. Dazu haben wir aus verschiedenen Texten wichtige Details zur Mülltrennung herausgeschrieben. Nachdem wir uns in Gruppen aufgeteilt hatten, Gelber Sack, Restmüll, Biomüll und Altpapier, haben wir zu unserem Thema ein Plakat angefertigt und der Klasse vorgestellt.
Der BINK-Aktionstag fand am 15. September in unserer Schule statt, nach sorgfältiger Vorbereitung ging es los.
Unser Klassenraum verwandelte sich in einen Mülltrennungs-Schauraum.
Die neuen Papiermüllbehälter haben wir als Pyramide auf einem Tisch aufgebaut.
Unsere Wände waren mit Aufklebern verziert. Auch die Müllcontainer für die Cafeteria konnte man sich in unserer Klasse anschauen.
Am 02. November haben wir die Mülltrennung in die Tat umgesetzt.
Dafür haben wir in der Cafeteria einen Stand aufgebaut, an dem sich jede Klasse ihren neuen Behälter abholen konnte. Jede Klasse bekam einen Papiermüllbehälter und einen neuen Aufkleber für ihren Restmüllbehälter, in der Cafeteria stehen zusätzlich drei Container für Restmüll, Gelben-Sack-Müll und Papiermüll.
Die Mülltrennung ist wichtig, da dann das Papier recycelt werden kann und somit nicht so viele Bäume gefällt werden müssen! Auch unsere Schule benutzt umweltfreundliches Papier.“
Lisa, Mareike, Chantal, Nadine, Viktoria, Marion
„Wir, die Klasse PA-1a, haben uns mit dem Thema Mülltrennung an unserer Schule beschäftigt, weil dieses schon seit Jahren ein Thema und ein großes Problem in unserer Schule ist. Wir wollen was dagegen tun und haben am BINK-Tag, dem 15. September, in unserem Klassenraum damit begonnen, die neuen Altpapiertonnen für die Klassen und die neuen Müllcontainer für die Cafeteria vorzustellen. Am 2. November war es dann endlich soweit: Die neuen Altpapiertonnen für die Klassen und die neuen Müllcontainer für die Cafeteria wurden verteilt. Wir hoffen nun, dass jeder darauf achtet, seinen Müll in die richtigen Behälter zu werfen. Damit helfen wir nicht nur den Recycling-Firmen, sondern auch unserer Umwelt!“
Horia, Steve, Alina, Havva
Geplant und betreut wurde das Projekt von Frau Dörting und Frau Dr. Bauer-Lindemann.
Sozialkompetenz gestärkt

Berufsbildende Schule Haste und die Heilpädagogische Hilfe kooperieren
hedi Osnabrück. Schüler der Berufsbildenden Schule (BBS) Haste beschreiten neue Wege bei der Berufsvorbereitung: Sie engagieren sich ein Dreivierteljahr lang ehrenamtlich in der Behindertenhilfe. Am Wochenanfang wurde die Kooperation der BBS Haste mit der Heilpädagogischen Hilfe Osnabrück (HHO) feierlich besiegelt.
Nach der gestrigen Einführung ins Thema und einer Vertragsunterzeichnung werden 20 Schüler der einjährigen Berufsfachschule Hauswirtschaft und Pflege von November bis Juni 2011 jeden Dienstagnachmittag Menschen mit Behinderung bei ihren Beschäftigungen in HHO-Einrichtungen in Stadt und Landkreis unterstützen. Die Einsatzorte sind so verschieden wie die Hilfsangebote. Einige Schüler werden in den Werkstätten, andere in Wohngruppen, Kindergärten oder Schulen eingesetzt. Eine Schwimmbetreuung ist genauso gefragt wie die Nachhilfe für eine junge Frau, die den Hauptschulabschluss nachmachen möchte.
Große Chance
„Die Aktion bietet eine große Chance, theoretische Lerninhalte in die Praxis umzusetzen. Und die Schüler können ihre Sozialkompetenz stärken“, beleuchtet Lehrerin Marlene Jordan den Hintergrund des Projektes, das bei guten Erfahrungen in eine langjährige Partnerschaft übergehen soll. „Es geht um unterstützende Maßnahmen im alltäglichen Bereich“, sagt Kollegin Heike Lux-Kölker. „Und eine Hilfe zur Selbsthilfe“, ergänzt Klassenlehrerin Petra Lanwert.
„Wir wollen Erfahrungen sammeln, um besser auf Beeinträchtigte eingehen zu können und ihnen gegenüber offener zu werden“, sagen Leonie, Inga und Timo. Leonies ganze Familie ist im sozialen Bereich tätig, so war ihr Weg vorprogrammiert. Die 16-Jährige wird in einem integrativen Kindergarten in Wallenhorst-Hollage nachmittags mit Integrativkindern spielen und basteln. Sie möchte genauso wie Timo (19), der bei den Beschützenden Werkstätten in Wallenhorst zum Einsatz kommt, später in der Heilerziehungspflege aktiv werden. Inga ist sich noch nicht sicher. Die 18-Jährige wird als Betreuerin an der Horst-Koesling-Schule für Schüler mit Förderbedarf testen, ob sie die heilpädagogische Arbeit reizt.
Während die Schüler intensive Einblicke in die Heilpädagogik erhalten und ihre gewünschte Berufsrichtung einem Praxistest unterziehen können, profitiert auch die HHO von der Zusammenarbeit: Durch das Engagement der Schüler können den Menschen mit Handicap viele Zusatzangebote unterbreitet werden. Überdies geht es um den Nachwuchs: „Uns steht ein Fachkräftemangel bevor. Pflegeberufe gelten bei Jüngeren als nicht besonders cool“, sagt Silke Schawe, zuständig für das Personalmarketing der HHO. Mit diesem Projekt wolle man beweisen, dass die Arbeit im sozialen Bereich besser ist als ihr Ruf. „Durch die Kooperation können wir jungen Menschen zeigen, wie sinnstiftend die Arbeit in der Behindertenhilfe ist. Die Karriereaussichten sind gut. Und man wird ein tougherer Mensch“, betont Schawe.
Mit freundlicher Genehmigung der NOZ v. 28.9.2010
Anna-Lena unterrichtet Chinesen

20-Jährige ein Jahr als Lehrerin in Asien
jweb Osnabrück. Ob sie die Stäbchen richtig hält, wird sie demnächst erfahren. Zumindest hat Anna-Lena Borowski schon mal geübt. Denn die 20-Jährige aus Pye wird nach China reisen - und dort für ein Freiwilliges Soziales Jahr bleiben. Ihr Ziel ist die Provinz Yunnan im Südwesten des Landes mit mildem Klima auch im Winter. Dort wird sie an einer Schule Englisch unterrichten - und noch mehr unternehmen.
Aufgewachsen ist Anna-Lena Borowski in Bramsche. Dort hat sie das Gymnasium bis Ende der zehnten Klasse besucht. Pünktlich zu ihrem Umzug nach Pye wechselte sie auch die Schule. Sie entschied sich für das Fachgymnasium Gesundheit und Soziales in Haste. Der Grund: „Mir gefiel es, dass dort Pädagogik und Psychologie die Schwerpunkte sind.“ In diesem Sommer machte sie Abitur. Dass sie danach für eine Zeit ins Ausland gehen würde, hatte sie sich schon lange vorgenommen.
Sie bewarb sich bei verschiedenen Entwicklungshilfe-Diensten und landete schließlich in Kiel in einem Auswahlseminar von „Weltwärts“ und „Jugend im Ausland“. Anna-Lena Borowski erhielt eine Zusage für China. In Yunnan wird sie direkt neben der Schule wohnen, in der sie Kinder der fünftenbis zehnten Klasse in die englische Sprache einführensoll.
Wie kommt es, dass eineAbiturientin schon unterrichtet? „Die Lehrer dort können kaum Englisch, und es gibt dafür auch keine Lehrbücher. Ich bringe deshalb mein eigenes Lesebuch mit.“ Ob die Schüler sie verstehen werden? Zumindest hat Anna-Lena Borowski auch schon einige Brocken Chinesisch gelernt. Das Besondere an Yunnan beschreibt Anna-Lena Borowski so: „Es leben 48 Minderheiten in der Provinz, und viele Menschen dort sind sehr arm.“ Und: „Es gibt dort Straßenkinder.“ Für die will sie ein Projekt ins Leben rufen - gemeinsam mit der Delmenhorsterin Maria Urbach, die ihr in Yunnan zur Seite stehen wird. Eine Idee haben sie bereits: „Es gibt einen Ort, an dem sich die Straßenkinder treffen. Dort werden wir die Kinder ansprechen und mit ihnen zusammen lesen.“
Auf dem Plan steht auch, die Projekte ihrer Vorgänger weiterzuführen. Ein Beispiel: Anna-Lena Borowski wird Kontakte zu reichen Familien in Großstädten knüpfen - mit dem Ziel, dass sie Kindern aus armen Familien den Schulbesuch ermöglichen. Auch eine Kleidersammlung für Bedürftige wollen die Osnabrückerin und die Delmenhorsterin fortsetzen.
Zu Anna-Lena Borowskis Aufgaben gehört es auch, Spenden für die eigene Organisation zu sammeln, denn darauf sind die Organisatoren des freiwilligen sozialen Jahrs von „Weltwärts“ und „Jugend im Ausland“ angewiesen.
Wer das Freiwillige Soziale Jahr unterstützen möchte, kann sich an Anna-LenaBorowski wenden: borowski. annalena@googlemail.com.
Quelle: NOZ vom 7.10.2010
Schul-Projekt Mittelalter im Sprachheilkindergarten Wörterkiste
Die Klasse HPR-b von der BBS Haste hat mit ihrer Lehrerin Frau Lux-Kölker vom 26.04 - 30.04.2010 im Sprachheilkindergarten Wörterkiste (ehemals Haus St. Raphael) ein Projekt zum Thema Mittelalter durchgeführt. Die Ergebnisse der Projekttage sollten am 30.04.2010 im Rahmen des Festtages zum 50-jährigen Bestehen der Einrichtung präsentiert werden.
Nach einigen Vorüberlegungen und Recherchen zum Thema Mittelalter entschlossen sich die Schülerinnen und Schüler zunächst eine Ritterburg aus Holz zu bauen (s. Foto). Am Mittwoch, dem 28.04, haben sie mit den Erzieherinnen verschiedene Workshops in mehreren Räumen für die Kinder angeboten: Steine als Domino anmalen, Lederbeutel nähen und Fahnen gestalten. Eine Schülergruppe hat die Ritterburg - die zukünftig im Kindergarten fest installiert werden soll - zusammen mit den Kindern angestrichen. Am Donnerstag wurden im Fachpraxisunterricht viele verschiedene Kuchen gebacken, die aussahen wie Schiffe, Ritterburgen und Schutzschilder.
Am Freitag, dem 30.04.10, war der Tag des 50-jährigen Jubiläums gekommen. Zunächst haben die Schülerinnen und Schüler die Materialen und Plätze für ihre Angebote vorbereitet. Am Kuchenbuffet konnten ihre speziellen Kuchensorten bewundert und zum Verzehr angeboten werden. Nach dem Theaterstück ‚Dornröschen’, welches von den Kindern des Kindergartens aufgeführt wurde, konnten die Kinder an verschiedenen Aktionen der Schülergruppen teilnehmen. In einer kleinen Ecke unter Bäumen wurden Rittergeschichten vorgelesen. Auf dem Bolzplatz gab es ein Steckenpferd – Rennen und die Haare der Mädchen wurden zu Zöpfen geflochten. Ein echter ‚Ritter’ und seine ‚Magd’ stolzierten umher und waren immer bereit für ein tolles Foto.
Am Ende des Festes waren alle froh über die vielen schönen Erlebnisse mit den Kindern und den positiven Rückmeldungen zu den Aktionen.
Thomas Wulfers
BBS Haste gewinnt Jugend forscht Schulpreis 2010

- Studiendirektorin Eva-Maria Arndt umrahmt von Ingo Dobert (CTS-Geschäftsführer, l.) und Dr. Nico Kock (stellv. Geschäftsführer der Stiftung Jugend forscht e.V., r.) bei der Preisverleihung. (Foto: cts)
Bundesweit 77 Schulen erhalten für ihr besonderes Engagement die von CTS Gruppen- und Studienreisen GmbH geförderte Auszeichnung. Zu den ausgezeichneten Schulen gehören nur zwei berufsbildenden Schulen, ein gewerblich-technisches Schulzentrum in Ulm und die BBS Haste, die sich als Regionales Kompetenzzentrum Humandienstleistungen versteht.
Die Schule hat sich in dieser Wettbewerbsrunde durch ein besonderes Engagement ausgezeichnet. Der Landwirtschaftlehrer Friedrich Held engagiert sich mit seinen Schülerinnen und Schülern seit über 10 Jahren überaus erfolgreich bei Jugend forscht. Für die Schule hat Studiendirektorin Eva-Maria Arndt die Auszeichnung und das Preisgeld in Höhe von 1.000,- € in Essen persönlich entgegen genommen. „Über den Jugend forscht Schulpreis freue ich mich sehr,“ so Schulleiter Peter Befeldt, „weil er eine tolle Anerkennung für das enorme Engagement meines Kollegen Friedrich Held und die Leistungsfähigkeit unserer Schülerinnen und Schüler ist. Diese Anerkennung unserer Arbeit unterstreicht auch unseren Anspruch als Regionales Kompetenzzentrum Humandienstleistungen.“
Die 77 Gewinnerschulen des Jugend forscht Schulpreises 2010 wurden in Essen ausgezeichnet. Bei der Preisverleihung erhielten die Vertreter der erfolgreichen Schulen das Preisgeld in Höhe von jeweils 1.000 Euro. Mit dem neuen Preis würdigt Jugend forscht das besondere Engagement von Schulen bei Deutschlands bekanntestem Nachwuchswettbewerb. Gestiftet wurde der Schulpreis von der CTS GmbH aus Lemgo, einem europaweiten Anbieter von Klassenfahrten und Studienreisen. „Mit dem Preisgeld können die prämierten Schulen dringend benötigte zusätzliche Materialien für den naturwissenschaftlichen Unterricht anschaffen und so die eigenständige Projektarbeit von Schülerinnen und Schülern fördern. Angesichts knapper Etats stellt dies eine große Hilfe für die ausgezeichneten Schulen dar“, sagt Dr. Nico Kock, stellvertretender Geschäftsführer der Stiftung Jugend forscht e. V.
Die Ehrung erhielten Schulen, die in diesem Jahr hervorragende Leistungen unter Beweis stellen konnten. Wettbewerbsleiter und Jury bewerteten dabei neben der Anzahl vor allem die Qualität der eingereichten Forschungsprojekte. Beurteilt wurden aber auch die besondere Förderkultur von Schulen im naturwissenschaftlich-technischen Bereich und der Stellenwert, den der Wettbewerb Jugend forscht dort einnimmt.
„Wir werden den Jugend forscht Schulpreis auch in der kommenden Wettbewerbsrunde stiften“, sagt CTS-Geschäftsführer Ingo Dobbert: „Denn die Förderung der Schülerinnen und Schüler in den naturwissenschaftlich-technischen Fächern ist uns sehr wichtig. Aus diesem Grund möchten wir das außerordentliche Engagement der Schulen fördern und langfristig unterstützen.“
OStD Peter Befeldt

- Bio ist lecker: Daran lassen (von links) Tanja Bessai, Jasmin Raei, Carina Schröder, Tamer Karabacak und Kirsten Paul in den BBS Haste keinen Zweifel aufkommen. Foto: Egmont Seiler
Eine Woche lang Bio-Schule
Sonderaktionen in den BBS Haste
hmd Osnabrück. Biospeisen für die Schüler in der Cafeteria: Das war nur ein Angebot der Bio-Woche an den Berufsbildenden Schulen (BBS) Haste. Zentraler Bestandteil der Woche: die Wanderausstellung „Ökologischer Landbau“.
Das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz hat die Ausstellung initiiert. Die BBS organisierten die Woche nun innerhalb des Projekts „Bildungsinstitutionen und nachhaltiger Konsum“. Das Projekt drehe sich um die Bereiche Ernährung, Mobilität und Energie und solle dazu beitragen, dass junge Menschen ihr Konsumverhalten reflektierten, berichtet Lehrerin Eva-Maria Arndt. Eine Folge sei, dass die Cafeteria zunehmend Bioprodukte in ihrem Sortiment führe. Die Ausstellung drehe sich um die Bereiche Pflanzenarten, Tierhaltung, Lebensmittelproduktion und Kontrolle. Sie passe auch in das Konzept der Schule als „regionales Kompetenzzentrum Humandienstleistung“, verweist Schulleiter Peter Befeldt auf die Fachrichtungen der Berufsschule.
Gerade für Schüler, die nicht in der Landwirtschaft zu Hause seien, biete die Ausstellung viel Wissenswertes, findet Jan-Udo Sparenborg. Der 22-jährige ausgebildete Landwirt besucht die Fachoberschule Agrarwirtschaft und gehörte auch zu den Schülern, die den Vortrag der Landwirtin Sonja Hellbaum verfolgten. Die Referentin hat ihren Hof in Ostercappeln zum Biolandbetrieb umgewandelt. Sparenborg kommt, wie er es nennt, „eher aus der konventionellen Landwirtschaft“. Entsprechend skeptisch sehe er den eingeschränkten Einsatz von Antibiotika bei erkrankten Tieren oder möglichen Pilzbefall von Nutzpflanzen durch den Verzicht auf chemischen Pflanzenschutz.



















